News 2020/2021

 

BEGINNING / AFTER (UA) 5. Juni 2021, Theater Osnabrück,  emma – theater, Doppelabend, Vasna Aguilar, Fernando Melo

Anfangen, Weitergehen und Abschiednehmen sind die sich verwebenden Themen des Doppelabends BEGINNING / AFTER. Er beginnt mit einem Stück von Vasna Aguilar, die als junge Tänzerin zur Dance Company Theater Osnabrück gehörte. In der Spielzeit 2012 / 13 erhielt sie hier ihr erstes Engagement. Die Chance, sich als Choreografin auszuprobieren, nutzte sie gleich in dem neu geschaffenen Format OPEN WINDOWS. Als sie sich nach drei Jahren von Osnabrück verabschiedete, um ihren eigenen Weg als freiberufliche Tänzerin und Choreografin zu gehen, blieb sie dem Tanzensemble und dessen Leitung verbunden und kehrte für die Produktion ENCOUNTER / BEGEGNUNG als Choreografin im Rahmen des Festivals SPIELTRIEBE 7 zurück. Nun, in der letzten Spielzeit unter der Direktion von Mauro de Candia, ist sie eingeladen, ein Stück für BEGINNING / AFTER zu entwickeln. Für Vasna Aguilar ist die Thematik des Abends mit „Fortgang“, „in Bewegung sein“, „Veränderung“, „Vertrauen“ und auch „Zeit“ verbunden.

Sich immer wieder auf neues, unbekanntes Terrain zu begeben, zeichnet den aus Brasilien stammenden Choreografen Fernando Melo aus. Weltweit arbeitet er als Choreograf und Regisseur für den Tanz, das Schauspiel und die Oper. Er choreografierte u. a. für die GöterborgsOperans Danskompani (Schweden), das Aterballetto (Italien), Introdans (Niederlande), die Korean National Contemporary Dance Company (Seoul, Korea), das Luzerner Tanz Theater (Schweiz) oder das Ballet Hispanico (New York, USA). Nun folgt Fernando Melo der Einladung nach Osnabrück, ein Stück für den zweiten Teil des Doppelabends zu kreieren. Über seine Gedanken zum Thema schrieb er: „Das Leben ist voller Abschiede. Aber wenn etwas endet, beginnt auch oft etwas Neues. Verabschiedet man sich, macht man sich bereit, Unbekanntes, Neues willkommen zu heißen.

Choreografie, Bühne, Kostüme Vasna Aguilar, Fernando Melo, Choreografische Assistenz Leonardo Centi, Dramaturgie Patricia Stöckemann

 

 

 

Drei Schwestern , Wuppertaler Bühnen 2021, Premiere: Sa. 27. Februar 2021, 19:30 Uhr, Opernhaus

Irina, Mascha und Olga, die drei Schwestern, sind vor elf Jahren von Moskau in die Provinzstadt gezogen, wo ihr Vater ein Regiment übernommen hat. Heute, am Jahrestag seines Todes, blicken sie zurück voller Wehmut. Ihr Alltag in der Kleinstadt ist öde und sinnentleert, eigentlich wollen sie nur eins: zurück nach Moskau! Olga arbeitet als Schuldirektorin bis zur Erschöpfung. Mascha, die mit dem langweiligen Lehrer Kulygin verheiratet ist, stürzt sich in eine katastrophale Liebesaffäre mit dem frisch eingetroffenen Offizier Werschinin. Irina träumt von einer erfüllenden Arbeitsstelle. Eher halbherzig verlobt sie sich mit Baron Tusenbach, um mit ihm die Stadt zu verlassen, doch dieser stirbt bei einem sinnlosen Duell am Tag vor der Hochzeit. Andrej, der Bruder der drei Schwestern, bringt durch seine Hochzeit mit Natascha sozialen Sprengstoff in den Haushalt. Resigniert und ehrgeizlos geworden, flüchtet er ins Geigenspiel und gleitet in die Spielsucht ab.

Tschechows 1901 uraufgeführtes Stück zeigt im Stillstand die Sehnsucht als brennend überschießende Energie. 

HENRI HÜSTER Inszenierung, HANNA RODE Bühne & Kostüme, VASNA AGUILAR Choreografie, FLORENTIN BERGER-MONIT, JOHANNES WERNICKE Musik

 
 
 
 

Körper und Klänge zu Johannes Itten / Kunstmuseum Thun, Premiere 21.Oktober 2020, Kunstmuseum Thun

 

Tanz und Choreografie: V. Aguilar & S. Cavelti in Kollaboration mit Marc Rossier

Residenz: Tanzhaus Zürich & Dampfzentrale Bern 

Farbe – Bewegung – Seele – Körper – Klang – Kontrast – Raum – Rythmus – Mensch – Form 

Johannes Itten hat sich viele Gedanken zum Thema Kontraste gemacht und diese auf unzählige Weise erkundet. Kontraste im Leben, in der Kunstform, dem Mensch – Sein und der Natur sind unvermeidbar. Wenn deren Verhältnisse stimmen, nehmen wir eine Qualität der Harmonie war. Der Kontrast erzeugt Spannung und Harmonie gleichzeitig. Ittens Zitat: Eine Farbe ist nie einzeln, sondern immer in Beziehung zu ihrer Umgebung, kann auch auf den einzelnen Menschen, eine Form oder eine Bewegung übertragen werden. Die Performance von zwei Tänzerinnen und einem Musiker geht auf die Werke der aktuellen Ausstellung Johannes Ittens im Kunstmuseum Thun , Schweiz ein. Die unterschiedlichen Werke und die freie Arbeitsweise Ittens inspirieren das choreographische und musikalische Ganze.

 

 

 

Publikumsbeschimpfung, Klabauter Theater Sa  31.Okt.2020 , 20 Uhr Premiere

Distanz, Nähe, Intimität: Die Bühne und das Publikum

Was sollen, wollen und dürfen Theaterleute? Und was erwarten die Zuschauer?
Angelehnt an Peter Handkes „Publikumsbeschimpfung“ setzt sich das Klabauter Theater mit den Rahmenbedingungen der Bühnenkunst auseinander. Regisseur Henri Hüster und Choreographin Vasna Aguilar erarbeiten gemeinsam mit dem Ensemble „Publikumsbeschimpfung“ von Peter Handke als Tanztheaterstück.

 

 

Sommer 2020

Residenz Tanzhaus Zürich & Dampfzentrale Bern